Die katholische Landjugendbewegung Wetten

Hinter diesem doch recht steifen Namen verbirgt sich nicht etwa eine Gruppe von ländlichen Jungbauern, sondern eine alles andere als langweilige Gemeinschaft von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 30 Jahren, die sich regelmäßig treffen, um zu spielen, zu feiern oder einfach anzupacken, wenn in Dorf und Umgebung mal Not am Mann ist.

War es zu Beginn der KLJB vor über fünfzig Jahren wirklich nur der jungen, männlichen Landbevölkerung vorbehalten, dem Verein beizutreten, so hat sich in dieser Hinsicht doch glücklicher Weise viel getan. Es bildete sich schnell ein "weiblicher Ableger" und auch der Jugend aus dem Dorf wurde der Beitritt nicht mehr lange verweigert. Da war es nur noch eine Frage der Zeit, ehe man sich Anfang der 70er Jahre zusammenschloss.

Heute hat die KLJB unter ihren Mitgliedern annähernd so viele Mädchen wie Jungen, und ob man nun inner- oder außerhalb der Ortsschilder wohnt, kümmert niemanden mehr.

Das zeigt, dass der Verein mit der Zeit geht, offen und neugierig in die Zukunft blickt. Nicht zuletzt war es die Landjugend, die 1991 als erster Verein in Wetten eine Frau zur Festkettenträgerin bestimmte und damit richtungsweisend war. Gab es seitdem doch schon drei weitere.

Ziele der Landjugend waren und sind die Förderung der Christgläubigkeit, die Sorge um Fortbildung und Zusammenhalt, sowie der Erhalt von Heimattreue und Tradition. Dass in der Verwirklichung dieser, vielleicht ein wenig verstaubt wirkenden Ziele, eine Menge Arbeit, Spaß und Gemeinschaft stecken, zeigt sich jedem Wettener sehr oft:
Die KLJB bereitet Messen vor und gestaltet diese. Es gibt Karfreitags einen eigenen Jugendkreuzweg, Fronleichnam wird ein Altar geschmückt und alte Wettener BürgerInnen werden zu Ostern besucht.

Aber nicht nur in und mit der Kirche sieht die KLJB Wetten ihren Aufgabenbereich, sondern auch und besonders in der Hilfe für Andere. So wurde 1995 im Rahmen einer "72-Stunden-Aktion" unter dem Motto "KLJB gestaltet das Land" in nur drei Tagen ein Weg zwischen Schulhof und Feuerwehrgerätehaus angelegt. 2006 wurde bei dem "I-KUH-Test" ein gemeinsamer Bereich für das Altenheim und den Kindergarten angelegt und 2009 wurde ebenfalls bei einer "72-Stunden-Aktion" ein Beachvolleyballfeld für das gesamte Dorf gebaut. Dank unzähliger Gönner und Helfer wurden diese Projekte erfolgreich beendet. Das wichtigste an diesen Aktionen war sicherlich die Gemeinschaft und Kameradschaft innerhalb der Landjugend ohne die sicherlich gar nichts gegangen wäre.

Dieser Zusammenhalt zeigt sich aber nicht nur bei solchen Sonderaktionen, sondern immer, wenn man sich trifft um gemeinsam etwas zu unternehmen.